
Ursprünglich fing alles Ende der 80er Jahre in den Wirren eben dieser Achtziger mit all den Kutten, Aufnähern, Stretchhosen, Nietengürteln und langen Haaren an. Schlagzeuger Lars T. (The thing) startete mit seinem damaligem Freund Stefan P. (Kurzer) erste Versuche in Richtung Band. Lars spielte schon damals Schlagzeug und wurde durch Kurzer mehr oder weniger begleitet.
1989 stießen bereits Wolfgang K. (Cliff) und Norbert E. (damals Gordy genannt) zur Band namens „Session Horex Hallifax“.
Kurze Zeit später kam Didi (Dietmar G.) als Frontmann hinzu. Die musikalische Irrfahrt konnte also 1990 (dem offiziellem Gründungsjahr) beginnen und wurde von stetigen Namens- und Sängerwechseln begleitet. Hier seien nur einige Bandnamen genannt: Embryo, Wiplash, Angryvaria, Abhorence ... ! Diese Namen wurden allerdings im Laufe der ersten zwei Jahre stetig gewechselt bis Lars auf den Bandnamen Corvus Morti kam.
Musiker mit denen wir einen Teil des Weges gemeinsam gingen waren z.B. Bewi (Thorsten B.), Wallo (Martin W.), Napalm (Jörg N.), Volker K., Ferdi (Ferdinand Bahlmann), Christoph W., Kathrin K., Ralf H. und Leiting (wir kennen ihn nur unter Leiting).
Zurück zur Anfangszeit! Diese Band war eigentlich immer mehr eine Clique als eine Band. Hier wurde eifrig über neue CDs, Freundinnen, Alkohol und andere wichtige Themen von 14-18 Jährigen gesprochen. Die Musik orientierte sich nicht an bestimmten Stilen. Lediglich der persönliche Hintergrund (Metal, Punk und Rock) beeinflusste die Wahl der Riffs. Im Prinzip wurde alles gemacht, was einer vorschlug oder was man eben gerade auf seinem Instrument gelernt hatte... Grundsätzlich war es sehr, sehr, sehr punkig. Das Foto oben zeigt den ersten offiziellen Auftritt im "Heimathaus" in Breddenberg. Damals noch ohne Didi und irgendwie auch ohne Plan - aber das war zu der Zeit auch nicht nötig! Wir hatten Spaß...
Später befand man sich kurzzeitig in einer Doom-, bzw. Deathmetalphase. Jedoch war ein einheitlicher Stil auch hier kaum zu erkennen, wie eine Aufnahme aus dem Jahre 1991 hinreichend dokumentiert. Das gute Stück hat den Titel "Rest in Pieces - Grave of the unborn "und blieb unveröffentlicht.
Irgendwann 1990/1991 stieß man auf den Namen „Corvus morti“. Dieser von Lars im Lateinunterricht zusammen gebastelte Begriff mit der vermeintlichen Bedeutung „Todes-Rabe" oder "Rabe des Todes“ gefiel uns allen auf Anhieb, obwohl eher der Klang als der Sinn dieses Namens ausschlaggebend für unsere Wahl war. Hauptsache death... death... death... 1990 verließ uns auch Kurzer…
Zwischen 1990 und 1999 erlebte Corvus morti ständig neue Umbrüche und Einschnitte. Wenn man es genau betrachtet, wurde im Zwei-Jahres-Rhythmus die Band neu zusammengesetzt.
Mitte der 90er unterlag Ralf H. (Hippe Trash Heiti) den Überredungskünsten von Bassmann Cliff und stieg, nachdem er jahrelang bei der Band „destroyed figures“ gespielt hatte, bei Corvus morti ein. In den Neunzigern verließ dann auch Norbert E. die Band (in memory of Gordy/ Norbo). Norbo war danach noch musikalisch aktiv und spielte zusammen mit unserem Drummer Lars TheThing bei "Deus Lo Volt".
1997 gelang es, Christof W., seinerzeit Sänger der Band „Cockroach“, für Corvus morti abzuwerben. Wahrscheinlich weil er bei uns auch schreien und grölen durfte...
Eifrig wurde an Songs für das erste offizielle Demo gearbeitet. 1999 nahm man im Soundlodge Studio Rhauderfehn 9 Stücke auf. Titel der Scheibe: „ex inferris“.
Zu diesen Aufnahmen wurde Kathrin K. als Sängerin eingeladen. Das Resultat war nicht nur ein gelungenes erstes offizielles Demo, sondern auch Frontgesang im Doppelpack, sprich: dem Einstieg von Kathrin als offizielle Sängerin in die Band. Danach wurden die vorhandenen Stücke überarbeitet und bekamen ein neues Gewand. Ein unkonventioneller Mix aus Elementen des Rock- und Metalbereichs hat uns seitdem begeistert und prägte in den darauf folgenden Jahren unsere Musik.
Aus Corvus morti wurde 2003 Corvus Morti(s) um nach Jahren der Anarchie endlich der lateinischen Grammatik Tribut zu zollen... Aus reiner Sentimentalität haben wir den zusätzlichen Buchstaben S in Klammern gesetzt...
Im März 2003 machten wir uns wieder auf den Weg, unsere aktuellen musikalischen Ergüsse digital zu verewigen. Diesmal beglückten wir das Studio der FH Emden mit unüberhörbarer Anwesenheit. Im Rahmen eines Projektes von Medientechnikstudenten konnten wir die Scheibe "Slave to live" aufnehmen und produzieren. "Slave to life" enthält 9 Songs, die sich trotz ihres Abwechslungsreichtums zu einem stimmigen Album vereinigen. Zwei Hörproben befinden sich unter Downloads.
Anfang 2005 trennten sich aufgrund interner Unstimmigkeiten die Wege der Mortis und Sängerin Kathrin und kurz darauf verließ auch Christof aus persönlichen Gründen die Band. Christof war aber noch einige Zeit bei Court-X aus Emden am Mikrofon...
Nach einigen Wochen der Suche und vielen Telefonaten, e-mails und Gesprächen mit möglichen Kandidaten für unser leer stehendes Mikrofon konnte Markus B. von den "Dead Beats" und "Funky Weather" zu einem - eigentlich einmaligem - Proben überredet werden. Nach dieser Probe stieg Markus prompt bei den Mortis ein und übernimmt seit dem deutlich und überzeugend den Gesang bei Corvus Morti(s). ... Liebe auf den ersten Blick ... harr harr
Da zuvor eifrig an neuen Stücken geschrieben wurde und eine Vielzahl von Ideen vorlagen, konnten sehr schnell mehrere Songs fertig gestellt werden. Die Musikrichtung der Mortis hat sich mehr oder weniger ungeplant in die "rockigen Bereiche des Metals" verschoben.
Alleine schon durch die gänzlich andere Stimme und dem "neuen" Gesangsstil haben wir uns - ohne es zu steuern - auf andere Pfade begeben... Zudem haben wir diverse Coverversionen ins Set aufgenommen. Danzig "Black angel - White angel" - AC/DC "Touch to much" und Johnny Cash "(Ghost) Riders in the sky". Dies verdeutlicht den damaligen Wind, der durch unseren Proberaum zog, äh wehte - ach nee - STÜRMTE... Die Rückmeldungen deuteten allerdings immer darauf hin, dass man trotz andere Ausrichtung und neuem Sänger immer noch "die Mortis" heraus hört... Das freute uns natürlich, obwohl wir es nicht geplant hatten...
Von 2005 bis heute wurden die Mortis immer wieder von "kleinen" Rückschlägen heimgesucht. Mad Markus Morti musste aufgrund von gesundheitlichen Problemen mehrfach über längere Zeit stationär behandelt werden, aber im Juli 2007 haben wir das Soundlodge Studio für 12 Tage geentert und die aktuelle Scheibe LOCOMORTI aufgenommen.
12 neue Songs incl. 2 Coversongs (J. Cash GhostRider & T. Waits Yesterday is here) wurden für die CD aufgenommen und mit dem Resultat sind wir Mortis mehr als zufrieden. Osnametal.de ordnete unsere aktuelle Musikrichtung in Heavy Rock ein. Um genau zu sein war der Wortlaut wie folgt ...
(...)Der vollständig im Soundlodge Studio produzierte Launemacher bietet eine Mischung aus Rock´n´Roll und leicht metallischen Riffs, das ganze mit einer gewissen Rotzpunk-Attitüde garniert.(...)
Insgesamt 4 von 5 Punkten gaben uns die Rocker von Osnametal für LOCOMORTI. (...) Das Stück, welches nach dem Bandnamen betitelt wurde ist ein Bastard an Rock aus seichteren und richtigen heavy Parts, welche einem gleich ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.(...)
Leider machte Markus in 2009 eine längere Pause und die Zukunft der Mortis war sehr ungewiss. Allerdings packte Markus Ende 2010 wieder der Spaß am guten Rock & Roll und es sollte wieder geprobt werden. Nun stieg jedoch Hippe Trash Heiti nach 14 Jahren Bandgeschichte aus. Heiti ist aber nach wie vor bei der Band "Bourbon Connection" an der Gitarre. Allerdings nützte großes Trauern nicht, denn es sollte weitergehen... Wie so oft zuvor fanden die Mortis schnell einen neuen Mann an der Gitarre: Sebastian H. (u. a. Steps from hell und früher The Teenage Rebels).
4 Monate verschanzten sich die Mortis im Übungsraum und schrieben neue Songs und übten alte Songs ein. Ein neues Programm war fertig...
Es geht also weiter auf der MS Morti. Für 2011 sind einige Konzerte und ein neuer Aufenthalt im Soundlodge Studio in Rhauderfehn geplant. Ein neuer Longplayer steht bereits musikalisch in den Startlöchern und wir freuen uns schon auf das Endprodukt!
Zudem haben wir uns dazu entschlossen, den alten Bandnamen "Corvus mortis" zu ändern. Bereits bei der letzten CD "Locomorti" kam diese Diskussion auf, denn der Bandname deutet mehr auf eine Mittelalter oder Gothicband hin, als auf eine punkige Rock and Roll-Band. Da nun mit Sebastian Helltone und einem Haufen neuer rockiger Songs eh ein großer Einschnitt in der Bandgeschichte vollzogen wurde, haben wir uns für eine Kürzung des Bandnamens entschieden. Die Krähe lassen wir fliegen und nennen uns ab sofort nur noch "The Mortis" - Das passt auch ganz gut, denn bereits seit Jahren wurde im Bekanntenkreis und bei anderen Bands immer nur von "den Mortis" gesprochen. Da ist der Schritt nicht mehr weit zu "The Mortis"!
Die Geschichte und Irrfahrt geht also weiter...
mit rockigem Gruß
Eure Mortis




